Tränkewasser-Gesamtkonzept:

Wie ist Summit Water Systems entstanden?

Ich habe 2011 als Produktmanager für die Trinkwasserqualität bei MS Schippers angefangen. Bei Schippers haben wir uns vor allem auf die Reinigung von Trinkwasserleitungen konzentriert. Milchviehhalter können so in der Regel sauberes und keimfreies Trinkwasser für ihre Tiere gewährleisten, es sei denn die Wasserquelle ist nicht gut. Wenn die Wasserqualität schon an der Quelle nicht optimal ist, führt dies zu einer kontinuierlichen Verschmutzung der Leitungen. Es ist dann sehr arbeitsintensiv und manchmal sogar unmöglich, das Trinkwasser sauber zu halten. Da die Situation in jedem Betrieb anders ist, erfordert dies eine individuelle Methode der Wasseraufbereitung. Zu diesem Zweck wurde der Fachbetrieb Summit Water Systems gegründet.

“Wenn die Wasserqualität schon
an der Quelle nicht optimal ist,
führt dies zu einer kontinuierlichen
Verschmutzung der Leitungen.”

Guus Verhaag

Seit 2018 Geschäftsführer Summit Water Systems. Mit dem Total Water Care Konzept garantieren sie die Wasserqualität von der Quelle bis zum Tier. Ziel ist es,
den Tieren immer ausreichend, sauberes, gesundes und verlässliches Trinkwasser zur Verfügung zu stellen.

Wie arbeiten MS Schippers und Summit Water Systems zusammen?

Unser ganzheitlicher Ansatz zur Tränkewasseraufbereitung ist derzeit noch einzigartig auf dem Markt. Wenn man von der Quelle an eine optimale Wasserqualität gewährleisten will, sollte man alle Aspekte der Trinkwasserversorgung unter Kontrolle haben.

MS Schippers und Summit Water Systems sind gemeinsam in der Lage, dem Viehzüchter 100% einwandfreies Trinkwasser zu liefern. Die technischen Einrichtungen für ausreichendes, sauberes und gesundes Trinkwasser werden von Summit Water Systems bereitgestellt. MS Schippers liefert die Additive sowie Reinigungs- und Desinfektionsmittel, um das Wasser und die Leitungen sauber zu halten.

Wir sehen, dass die Tränkewasserqualität auf vielen Milchviehbetrieben unzureichend ist. An welcher Stelle kann die Qualität leiden?

Das kann an vielen Punkten passieren. Es beginnt mit der Ausgangssituation des Betriebs. In der Regel werden drei Arten von Wasser verwendet: Leitungswasser, eine betriebseigene Brunnenwasserversorgung oder gesammeltes Regen-/ Oberflächenwasser. Jede Art von Wasser hat spezifische Vor- und Nachteile. Leitungswasser ist in der Regel sauber, kann aber sehr teuer sein. Außerdem ist es nicht sicher, ob das Wasserwerk immer die erforderliche Menge und den erforderlichen Druck liefern kann. Bei einer eigenen Brunnenwasserversorgung sehen wir im Allgemeinen, dass es mehr als genug Kapazität gibt, aber die Qualität an sich ist selten gut genug, um es als Trinkwasser zu nutzen. Brunnenwasser muss in der Regel gereinigt werden.

Summit Water Systems

Rond deel 12

5531 AH Bladel

+31(0)85-0071840

info@summitwatersystems.nl

Welche Art von Verschmutzungen finden Sie häufig im Brunnenwasser?

Hauptsächlich lagern sich Mineralien wie Eisen, Mangan oder Kalk, aber auch Ammonium oder bestimmte Gase im Boden ab. Anhand einer Wasserprobe bestimmen wir die Qualität des Ausgangswassers und können für jede spezifische Situation bestimmen, was benötigt wird, um das Wasser trinkbar zu machen. So können beispielsweise Eisen und Mangan den Geschmack des Wassers negativ beeinflussen und das Rohrleitungssystem schnell verunreinigen. Gase wie Schwefelgas (H2S) können dem Wasser auch einen unangenehmen Geruch verleihen. Dieses stark reichende, giftige Gas ist am Geruch von faulen Eiern zu erkennen. Vor allem Kühe sind sehr geruchsempfindlich.

Was sind die Schwerpunkte bei Regenwasser/ Oberflächenwasser?

Die Nutzung von Regelwasser nimmt rasant zu, vor allem aufgrund gesetzlicher Einschränkungen bei der Wasserentnahme aus tieferen Bodenschichten (Brunnenwasser). Besonders in Belgien wird Regelwasser bereits intensiv genutzt. Regenwasser ist a sich relativ mineralarm, daher ist es sehr reines Wasser. Der Nachteile von Regen- und Oberflächenwasser ist, dass es viele organische Verunreinigungen und Bakterien mit sich führt. Zum Beispiel durch das Auffangen von Dachflächen und die offene Lagerung. Dies führt zu einem erhöhten Keimdruck, z.B. durch Salmonellen. Wir installieren für jede Art von Wasser ein passendes System, um eine optimale Trinkwasserqualität für die Kühe gewährleisten zu können.

Welche Probleme haben Sie in der Praxis mit Wasseraufbereitungsanlagen?

Nicht jede Installation funktioniert unter den gleichen Bedingungen gleich gut. So stellen wir beispielsweise oft fest, dass so genannte offene Enteisenungssysteme auf Basis der Belüftung nicht das gesamte Eisen aus dem Wasser entfernen und praktisch keinen Einfluss auf Mangan haben. Durch die Belüftung des Wasser reagiert das Eisen mit Sauerstoff und „flockt aus“. Die Eisenpartikel werden im Nachgang dann aus dem Wasser gefiltert. Der betrieb dieser Technik hängt stark vom pH-Wert und der Durchflussmenge des Wassers ab. Diese offenen Systeme sind auch sehr empfindlich gegen Verschmutzung.

Oft sehen wir, dass die Kapazität der Trinkwasserinstallation nicht gut an die Unternehmenssituation angepasst ist. Kühe trinken viel Wasser, bis zu 150 Liter pro Tag. Daher ist es wichtig, dass Sie über ausreichende Durchflusskapazitäten verfügen. Sie müssen also auch einen prüfenden Blick auf Ihre Spitzenlast werfen. Beispielsweise verbraucht ein Betrieb, der mit Robotern melkt, tagsüber eine konstante Wassermenge. Im Gegensatz zu einem Betrieb, bei dem zweimal täglich gemolken wird – dort lassen sich oft zwei Spitzen im Wasserverbrauch feststellen. So trinken beispielsweise Kühe kurz nach dem Melken bis zu 50% Ihres gesamten Wasserbedarfs. Außerdem kommt es oft vor, dass die Wasserinstallationen nicht an die im Laufe der Jahre wachsenden Betriebsgrößen angepasst werden. Infolgedessen haben die Reinigungssysteme oft eine zu geringe Kapazität. Sie funktionieren dann nicht richtig und führen zu verunreinigtem Trinkwasser.